Aktuelles.

Der Interessenverband will Akzente setzen und etwas bewegen. Er setzt sich ein für einen Bergtourismus im Einklang mit der Natur - ob horizontal von Hütte zu Hütte auf dem Tauernhöhenweg oder vertikal aus dem Tal zur Hütte und zurück. Dafür arbeitet er mit allen zusammen, den Talbetrieben und -gemeinden, den Tourismusverbänden, der Nationalparkverwaltung und natürlich mit den Alpenvereinssektionen und ihren Dachverbänden, dem Österreichischen (ÖAV) und dem Deutschen Alpenverein (DAV).

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Und unterstützen Sie unseren Einsatz für einen nachhaltigen und naturverträglichen Bergsport in einer der faszinierendsten Hochgebirgsregionen der Alpen.

Hüttenbetrieb in Corona-Zeiten.

Die bewirtschafteten Hütten im Hochgebirge stellen sich in Zeiten der Pandemie besonderen Herausforderungen. Im Betrieb ist fast nichts wie sonst. Das gilt auch für die Hütten am Tauernhöhenweg. Der jüngste digitale Erfahrungsaustausch für die Hütten in Österreich, organisiert vom DAV-Bundesverband, bot wieder viele Informationen und Möglichkeiten, spezielle Fragen zu klären.

Wie beispielsweise agieren, wenn auf der Hütte ein Infektionsfall kundig wird? Neben der Kooperation mit den zuständigen Behörden zur Feststellung der Infektionsketten informieren 

die Hüttenwirtsleute teils auch direkt ihre betroffenen Gäste - im Ergebnis mit sehr positiver Resonanz. Und um die Entwicklung als Ganzes im Auge zu behalten, hat der DAV die E-Mail-Adresse corona@alpenverein.de eingerichtet, über die Infektionsfälle gemeldet werden können und auch Rat eingeholt werden kann. An Wochenenden steht auch eine Hotline unter der Mobilnummer +49 173 584377 zur Verfügung, die regelmäßig abgehört wird. Umfassende Informationen sind auch auf der Website www.sichere-gastfreundschaft.at zu finden - ein Angebot des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus und der Wirtschaftskammern Österreichs.

Neue Hüttenwirtsleute auf dem Hannoverhaus.

Seit Anfang Juli 2020 bewirtschaften nun Veronika Kapinová und Patrik Husár das Hannoverhaus (2.565m) am Ankogel (3.252m). Beide bringen viel praktische Erfahrung aus der Gastronomie sowie fachlichen Tourismus-Hintergrund mit aufs Hannoverhaus. Nach Studium und Tätigkeiten in verschiedenen österreichischen Ferienbetrieben leben sie jetzt mit viel Elan und Energie ihren Traum einer "eigenen Berghütte".

Das Hannoverhaus ist nicht nur eine der modernsten Hütten des Deutschen Alpenvereins. Es ist auch zentraler Stützpunkt am Tauernhöhenweg und über die Ankogelbahn aus Mallnitz gut erreichbar, auch für Tagesgäste. Erreichbar sind die beiden und das Hannoverhaus per E-Mail, auch für Reservierungen. Der DAV-Bundesverband, der das Hannoverhaus mittlerweile betreut und verwaltet, wie auch der Interessenverband freuen sich über das Engagement von Veronika und Patrik. Mehr Informationen HIER.

Mitgliederversammlung 2020 in Malta.

Turnusgemäß war der Interessenverband Tauernhöhenweg Ende Juni mit seiner Mitgliederversammlung wieder in Malta zu Gast. Und trotz der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie waren etwa 20 Vertreter/innen der Alpenvereinssektionen und Talgemeinden mit Tourismusverbänden und der Nationalparkverwaltung sowie Repräsentant/innen der Dachverbände zusammengekommen, um über die Lage am Tauernhöhenweg und seinen Hütten sowie die Verbandsstrategie zu beraten.

Sie wurden begrüßt durch Kerstin Pirker, stv. Bürgermeisterin der Gemeinde Malta, und Hans Jury, Vorsitzender der dortigen Alpenvereinssektion. Pirker wie auch ihr Amtskollege Günther Novak, Bürgermeister von Mallnitz, betonten in ihren Grußworten die Verdienste der Alpenvereine um die Infrastruktur und Entwicklung in der Region. Ohne ihr unermüdliches Engagement um das Hütten- und Wegenetz im Hochgebirge, so ihr Tenor, fehlte ein elementarer Baustein im Fundament der Region.
In den anschließenden Beratungen wurde aber auch schnell deutlich, dass dieses Engagement in Zukunft noch verstärkt werden muss. So haben gerade die außerordentlichen Wetterereignisse der vergangenen Jahre Schäden verursacht, die im Sinne des größten Schutzgebiets der Alpen, dem Nationalpark Hohe Tauern, nun behutsam wieder behoben werden müssen. Gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) will der Interessenverband Ansätze entwickeln, mehr Ehrenamtliche aus den deutschen Sektion für den "Arbeitsplatz Hochgebirge" zu gewinnen.
Insgesamt unterstrichen Robert Kolbitsch als DAV-Vertreter und Dr. Werner Radl, Landesverbandsvorsitzender des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) in Kärnten, noch einmal deutlich die Bereitschaft, den Interessenverband in seinem Einsatz für einen nachhaltig ausgeübten Bergsport zu unterstützen.

So beauftragten die Delegierten denn auch den Vorstand, mit einer Arbeitsgruppe, denen auch externe Fachleute angehören sollen, bis zur nächsten Versammlung ein entsprechendes Marketingkonzept zu entwickeln und vorzustellen, das Attraktivität und Wahrnehmung des Tauernhöhenwegs und seiner Region verstärken soll, auch um die Auslastung der Hütten an der alpin anspruchsvollen Ost-West-Route am Alpenhauptkamm zu steigern. Michael Cremer, Verbandsvorsitzender, betonte, dass dies nur mit gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten und Verbandsmitglieder gelingen könne. "Erfolgreich sein werden wir hier nicht mit Geld, sondern mit konsequenter Zusammenarbeit", so sein Statement.
Nach etwa 27.500 Euro in 2019 will der Verband 2020 knapp 25.000 Euro bewegen, vornehmlich um die Dokumentation des Wegs und seiner Hütten fortzusetzen, die bereits 2018 begonnen wurde. Mit finanzieller Förderung durch den ÖAV-Nationalparkfonds und professioneller Unterstützung stellt der Verband umfangreiches Bild- und Videomaterial über das Gebiet zwischen Hochalmspitze (3.360m) und Großglockner (3.798m) zusammen. Dieses soll dann zu Marketingzwecken zielgruppengerecht zusammengestellt und verwendet werden, aber auch umfassend über den alpinsportlichen Anspruch des Tauernhöhenwegs informieren.
"Der Tauernhöhenweg ist sicher nichts für Einsteiger/innen. Aber das Gebiet hat auch diesen viel zu bieten, um sich auf "höhere Aufgaben" vorzubereiten", weiß Vorstandsmitglied Peter Angermann, der neben alpiner Erfahrung auch viel Tourismusexpertise in den Verband einbringt.
Im Bereich Hütten und Wege will der Verband sein Vorstandsteam wieder verstärken, nachdem Mike Lercher dieses Ehrenamt Ende 2019 arbeitsbedingt niederlegen musste. Vielleicht gelingt das bis zur kommenden Mitgliederversammlung, die Ende Juni 2021 dann wieder im Tauernsaal in Mallnitz stattfinden wird. An Arbeit wird es dem Interessenverband bis dahin sicher nicht mangeln.

Erfahrungsaustausch zum Hüttenbetrieb in Österreich.

Das Corona-Virus stellt die Hüttenwirtsleute und Alpenvereinssektionen vor besondere Herausforderungen. Ihr Betrieb ist nur unter entsprechenden Hygieneschutzbedingungen möglich. Was für Talbetriebe relativ leicht umzusetzen ist, ist im Hochgebirge schnell eine riesengroße und nur schwierig zu lösende Aufgabe. Um hier Ideen und Erfahrungen zu sammeln und gemeinsame Lösungen zu entwickeln, lädt der Deutsche Alpenverein (DAV) erneut zu einem digitalen Austausch ein.

Die virtuelle Konferenz findet am Donnerstag, 30. Juli 2020, statt. Beginn ist um neun Uhr. Eine entsprechende Einladung mit Zugangsdaten erhalten interessierte Hüttenwirt/innen und Sektionen beim Ressort Hütten und Wege der Bundesgeschäftsstelle. Auch Fragen und Anregungen können hier im Vorfeld der Konferenz an das Ressort weiteregegeben werden. Im Ergebnis können dann alle von den zusammengetragenen Informationen profitieren - für einen trotz Corona gelungenen Hüttensommer.

Start in einen besonderen Hüttensommer.

Das Corona-Virus scheint auf dem Rückzug zu sein. Die Infektionszahlen gehen zurück. Die einschränkenden Maßnahmen werden zurückgefahren. So können nun auch die Hochgebirgshütten im Verbandsgebiet ihren Betrieb wieder aufnehmen - zur Freude der Alpenvereinssektionen, der Hüttenwirtsleute und ihrer Gäste. Dennoch gilt es bei all der Freude Einiges zu beachten, wenn man auf der Bergtour einkehrt.

Denn die sinkenden Infektionszahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir nach wie vor eine Gefahrenlage haben, die Vorsicht und Aufmerksamkeit erfordert - und zwar von allen. Weiterhin gilt es, Abstand zu halten und viel Sorgfalt in puncto Hygiene an den Tag zu legen. Und Erfolg werden wir nur haben, wenn alle mitmachen und sich an die Vorgaben halten.
Mehr Informationen dazu HIER.

Einladung zur Mitgliederversammlung am 27.06.2020 in Malta.

Da die behördlichen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Virus-Epidemie es aktuell wieder zulassen, die Mitgliederversammlung des Verbands wie geplnat am 27. Juni 2020 durchzuführen, lädt der Verband seine Mitglieder wie auch die Freund/innen des Tauernhöhenwegs herzlich ein, nach Malta zu kommen, um über die Verbandsarbeit zu diskutieren und zu befinden. Beginnen wird die diesjähige Tagung um 10 Uhr im Festsaal der Gemeinde Malta.

Vorgeschlagen ist die folgende Tagesordnung:
TOP 1     Begrüßung, Formalien
TOP 2     Berichte

TOP 3     Entlastung des Vorstands
TOP 4     Wahlen
TOP 5     Anträge
TOP 6     Verschiedenes
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich, da aufgrund der coronabedingten Einschränkungen die Teilnehmer/innenzahl begrenzt ist. Verbandsmitglieder haben Vorrang. Aber auch ihre Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Die Unterlagen zur Mitgliederversammlung finden sich HIER.

Alpenvereinshütte können ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Auch wenn die Auflagen zur Eindämmung der Corona-Virus-Epidemie in diesem Jahr nur einen sehr eingeschränkten Betrieb zulassen werden: ES DARF WIEDER LOSGEHEN! Seit dem 15. Mai 2020 dürfen die Alpenvereinshütten in Österreich wieder Tagesgäste empfangen. Nächtigungen werden ab dem 29. Mai 2020 wieder erlaubt sein.

Allerdings werden die Hütten keinen Sonderstatus haben. Für sie gelten die gleichen Bestimmungen wie für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe im Tal. Das stellt die Hüttenwirtsleute vor große Herausforderungen. Denn es dürfte im Hochgebirge ungleich schwieriger sein, die Schutz- und Hygienebestimmungen umzusetzen. Nichtsdestotrotz ein kleiner Lichtblick, nachdem zu befürchten war, dass der Bergsommer 2020 eventuell komplett ausfällt.

Weitere Informationen: www.alpenverein.at

Mitgliederversammlung nicht verschoben.

Auf seiner Sitzung am 15. Mai 2020 hat der Vorstand intensiv über die aktuelle Lage beraten, nachdem nunmehr nach und nach die behördlichen Einschränkungen zu Eindämmung der Corona-Virus-Epidemie gelockert werden. Nach den aktuell geltenden Verlautbarungen und Anordnungen ist eine terminliche Verlegung nun nicht mehr erforderlich, sodass der Vorstand beschloss, die Mitgliederversammlung am 27. Juni 2020 in Malta (A) einzuberufen.

Sollte sich die Epidemielage bis dahin noch einmal verschärfen, was möglicherweise wiederum höhere Beschränkungen und ggf. die Unmöglichkeit einer Präsenzversammlung mit sich bringen würde, wird die Mitgliederversammlung im Umlaufverfahren zwischen dem 27.06. und 10.07.2020 stattfinden.

 Auch sind die Vorbereitungen zur Versammlung mittlerweile abgeschlossen. Schon in der Sitzung zuvor hatte der Vorstand den Jahresabschluss für 2019 festgestellt und den Finanzplan für 2020 versbschiedet. Mittlerweile liegt auch der Kassenprüfungsbericht für das Verbandsjahr 2019 vor. So wird die Einladung zur Versammlung am 27.06.2020 den Mitgliedern noch vor Ende Mai an die Mitglieder versandt werden, die auch einen kurzen Arbeitsbericht des Vorstands über seine Arbeit in 2019 enthalten wird.
Aufgrund der epidemiebedingten Unwägbarkeiten beschloss der Vorstand ferner, die für den Herbst geplanten Hüttentagung in diesem Jahr auszusetzen, da insbesondere auf die Hüttenwirt/innen durch die Auflagen in diesem Jahr eine enorme Belastung im Hüttenbetrieb zukommen wird. Auch im Wegebau stehen nach den wetterbedingten Schäden aus dem letzten November viele Arbeiten an.

Corona-Virus-Epidemie: Mitgliederversammlung betroffen.

Es zeichnete sich schon ab. Aber nunmehr ist es amtlich: Aufgrund der behördlichen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Virus-Epidemie wird die Mitgliederversammlung am 27.06.2020 nicht wie geplant stattfinden können. Der Verbandsvorstand prüft zurzeit die alternativen Möglichkeiten.

Eine Möglichkeit ist die zeitliche Verschiebung der Verbandstagung auf den Herbst, etwa auf Ende November. Andererseits erwägt der Vorstand auch, die Versammlung digital durchzuführen, soweit dies der rechtliche Rahmen erlaubt. Möglich ist auch eine Kombination aus beiden Optionen. Entschieden werden soll dies auf der Vorstandssitzung am 15.05.2020.

Weitere Informationen zu den aktuellen Auflagen HIER.

Nationalpark Hohe Tauern: "Haus der Steinböcke" öffnet später.

Eigentlich war die Eröffnung für den 24. Mai 2020 geplant. Doch dann kam das Corona-Virus und die Pandemie, was diese Planungen zunichte machte. Aber nicht genug: Die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen führten auch zu einer beträchtlichen Bauverzögerung bei dieser neuen Attraktion des Nationalparks Hohe Tauern.

So ist die offizielle Eröffnung des "Hauses der Steinböcke" in Heiligenblut zunächst verschoben. Über einen neuen Termin wird die Nationalparkverwaltung rechtzeitig informieren. Ausstellung, Nationalpark-Shop und Tourismusbüro sollen ihren Betrieb am 04. Juli 2020 aufnehmen - in der Hoffnung, dass die Corona-Virus-Epidemie das bis dahin zulässt.

Weitere Informationen: www.hausdersteinboecke.at

Corona-Virus-Epidemie: Hilfen auch für die Alpenvereinshütten möglich.

Die österreischische Regierung hat zwischenzeitlich auch ein Programm zur Unterstützung von Beherbergungs- und Tourismusbetrieben aufgelegt, das auch für Alpenvereinshütten zur Verfügung steht. Mittel aus dem Programm können ab dem 14.04.2020 beantragt werden. Dies dürfte insbesondere für die Hüttenwirtsleute der bewirtschafteten Hochgebirgshütten von Interesse sein. Derweil schauen Hüttenwirt/innen und Alpenvereinssektionen mit Sorgen in Richtung Sommersaison 2020, die mit vielen Fragezeichen versehen ist.

Was den Betrieb der Hütten anbelangt, so ist laut Bundesministerin Elisabeth Köstinger frühestens zum 15.052020 mit einer stufenweisen Aufhebung der aktuellen Betriebsbeschränkungen zu rechnen. Die Regierung stehe hier in engem Kontakt mit den Dachverbänden ÖAV und DAV, um das Vorgehen hier abzustimmen. Konkreter wollte die Minsterin noch nicht werden, da gerade die Schutzhütten im Hochgebirge mit ihren Matratzenlagern und den Gemeinschaftswaschräumen eine Besonderheit darstellen würden.

ÖAV-Gletscherbericht veröffentlicht.

Die Alpengletscher stellen eine wichtige Ressource dar, nicht nur im Gebirge. Auch die Gebiete südlich und nördlich der Alpen sind in nicht geringem Maße von ihnen abhängig – für die Trinkwasserversorgung etwa, aber auch für die Wetterverhältnisse und die Klimaentwicklung. Und diese Ressource schwindet, Jahr für Jahr.
So resumiert es auch der neueste Gletscherbericht des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV), erstellt durch den Gletschermessdienst des Verbands. Auf den ersten Blick scheint der Gletscherschwund zwar eingebremst. Schaut man aber genauer auf die Zahlen und Statistiken, stellt man fest, dass von 92 untersuchten Gletschern 86 wiederum kleiner geworden sind. 

Der mittlere Rückzug in den letzten beiden Beobachtungsjahren 2018 und 2019 betrug dabei satte 14 Meter. Das lässt einzelne positive Beobachtungen in den Hintergrund treten, etwa dass fünf Eisflüsse ihre Länge behielten und einer gar einen leichten Vorstoß. In einer Videokonferenz wurde der ÖAV-Gletscherbericht nunmehr der Öffentlichkeit präsentiert, erläutert von ÖAV-Vizepräsidentin Ingrid Hayek und dem Leiter des Gletschermessdiensts, Dr. Gerhard Karl Lieb. Fachlich unterstützt wurde er von Dr. Andreas Kellerer-Pirklbauer. Beide sind für das Institut für Geographie und Raumforschung an der Universität Graz tätig. Weitere Informationen: www.alpenverein.at.

Coronavirus-Epidemie erfordert umfangreiche Maßnahmen.

Die österreichische Regierung reagiert mit umfangreichen Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus. Der Transit mit dem Auto von Italien durch das Land ist nur noch ohne Stopp in der Alpenrepublik erlaubt. Damit fällt die Autoschleuse zwischen Mallnitz und Böckstein als Verkehrsroute für Transitreisende schon aus. Schulen und Kindertagesstätten wurden wie auch in Deutschland erst einmal vorsorglich geschlossen. Geschäfte und Gastronomie bleiben ebenfalls weitgehend geschlossen bzw. schließen früher, soweit es nicht die Versorgung der Bevölkerung gefährdet. Soziale Kontakte wie auch Reisen sollen auf das Lebensnotwendige beschränkt werden. Zwei Gebiete in Tirol wurden unter Quarantäne gestellt. Das Robert Koch Institut in Berlin stufte Tirol mittlerweile auch als Risikogebiet ein.

Auch die bewirtschafteten Alpenvereinshütten in Tirol, Salzburg, Vorarlberg und auch Kärnten sind von Einschränkungen betroffen. Ab dem 16.03.2020 muss der Betrieb dort ruhen. Lediglich Schutz- bzw. Winterräume sollen für Notfälle zugänglich gehalten werden. Eine aktive Bewerbung als Beherbergungsmöglichkeit darf nicht mehr erfolgen. Bereits tags zuvor sollen die Seilbahnbetriebe in diesen Bundesländern im Land eingestellt werden. Die Wintersaison wird also vorzeitig beendet, was auch für die Beherbergungsbetriebe gilt. Sie stehen für Nächtigungen dann nicht mehr zur Verfügung. Alpine Unternehmungen und Touren sind somit erst einmal nicht mehr möglich. Und die Lage kann sich auch jederzeit durch weitere Schuztmaßnahmen noch einmal verschärfen. In jedem Fall wird sie sich bis Anfang April wohl nicht verbessern.

Mallnitzer Wanderwochen zum Kennenlernen.

Noch nie der Königin der Hohen Tauern, der Hochalmspitze, in die Augen geschaut? Das "Bergsteigerdorf" Mallnitz bisher nie besucht? Dann wird es Zeit! Eine besondere Gelegenheit gibt es hierfür dieses Jahr im Rahmen von zwei Wanderwochen zum Saisonstart: Woche A vom 20.-27.06.2020, Woche B vom 27.06.-04.07.2020 (jeweils samstags bis samstags). Gemeinsam ist beiden Wochen ein buntes Programm an Tages- und Halbtagstouren in der Umgebung von Mallnitz. So spricht dieses Angebot ebenso Bergbegeisterte an, die in netter Gesellschaft mal wieder zum Wandern ins Ankogelgebiet wollen. Denn es gibt hier immer wieder etwas Neues zu entdecken!

Lernen Sie die drei Mallnitzer Hochtäler (Dösen-, Seebach- und Tauerntal) mit ihrem unterschiedlichen Charakter kennen. Lassen Sie sich beeindrucken von der Naturgewalt des Wassers, etwa in der Rabisch- oder der Groppensteinschlucht. Erleben Sie die Faszination des größten Schutzgebiets der Alpen, dem Nationalpark Hohe Tauern.
An- und Abreise erfolgen per Bahn aus der Rhein-Ruhr-Region. Unterkunft ist die familiäre VILLA TALHEIM in Mallnitz. Im Teilnahmebeitrag von 550 Euro sind Bahnfahrt, Unterkunft, Mobilität vor Ort, teils auch Programm und Verpflegung enthalten.
Mehr INFORMATIONEN hier.

Dem Alpenkönig in die Augen schauen.

Ende Mai ist es so weit: In Heiligenblut eröffnet der Nationalpark Hohe Tauern das „Haus der Steinböcke“. Eindrucksvoll wird dort der König der Alpen in seinem Lebensraum, dem Hochgebirge, gezeigt – unterhaltsam, informativ, kurzweilig und spannend. Am Fuss des Großglockners, Österreichs höchster Gipfel, bekommt der Alpenkönig, einen würdigen Thron und Audienzsaal.

Genau am 24. Mai 2020 gehen dort die Türen auf. Und es erwartet die Besucher/innen viel, vielleicht auch Unerwartetes. So gibt es auch viel zu erfahren, was man wahrscheinlich über Steinböcke bisher nicht wusste. Wie wurde das Steinwild erfolgreich wieder angesiedelt, nachdem es bereits so gut wie ausgestorben war? Wie ziehen Steinböcke ihren Nachwuchs auf und groß? Die Dauerausstellung „Der König und sein Thron“ gibt die Antworten – bildreich, interaktiv, fesselnd.


Weitere Informationen: www.hausdersteinboecke.at

Interessenverband lud zum Hüttengipfel.

Die bewirtschafteten Hütten sind das Rückgrat des Tauernhöhenwegs. Wer sich auf den Weg von Ost nach West entlang des Alpenhauptkamms macht, um bis zu einer Woche und mehr im anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Hochgebirgsterrain unterwegs zu sein, ist auf diese Hütten am Weg angewiesen. Darüber hinaus sind sie Anziehungspunkte für Wanderinnen und Wanderer aus dem Tal, nicht zuletzt auch Ausflugsziele für die einheimische Bevölkerung. Sie haben somit zentrale Bedeutung für den Tourismus in der gesamten Region.

Die Rolle der AV-Sektionen.


Und so waren der Einladung des Interessenverbands Tauernhöhenweg zur ersten Tagung dieser Art Anfang Oktober auch knapp 20 Teilnehmer/innen gefolgt. Neben Hüttenwirt/innen kamen auch Vertreter/innen der AV-Sektionen und -Dachverbände, des örtlichen und regionalen Tourismus, aber auch von Bergsportreiseanbietern und nicht zuletzt der Nationalparkverwaltung zu dieser Tagung. Denn oberstes Anliegen des Verbands ist die Förderung einer nachhaltigen und naturverträglichen Bergsportausübung im größten Schutzgebiet der Alpen, dem Nationalpark Hohe Tauern.

In seinen einleitenden Grußworten dankte Mallnitz Bürgermeister Günther Novak den Anwesenden für ihr
Engagement in der Nationalparkregion. Nicht zuletzt die Alpenvereinssektionen hätten mit der Erschließung des
Hochgebirges, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts begann, einen maßgeblichen Baustein zur touristischen Entwicklung beigetragen, der bis heute von entscheidender Bedeutung sei.

Unterstützung durch die Dachverbände.


Deutlich wurde im Lauf der Tagung dann aber auch schnell, das der Tauernhöhenweg im Verhältnis zu anderen Ferntourenrouten in den Alpen relativ wenig frequentiert wird. Zum einen erkannte man die Gründe hierfür in seinen hohen Ansprüchen ans bergsteigerische Können und Material und zum anderen in seiner eher geringen Bekanntheit in der Szene sowie in der ausbaufähigen Buchbarkeit von Touren und Nächtigungen auf seinen Hütten. So ist aktuell erst eine der bewirtschafteten Hütten ans AV-Onlinebuchungssystem angeschlossen. Dessen Möglichkeiten und Vorteile unterstrich Miriam Roth vom Hüttenmarketing des DAV in ihrem Vortrag, hatte darüber hinaus aber noch einen ganzen Blumenstrauß an attraktiven Unterstützungsangeboten für Hüttenwirt/innen und die hüttenbesitzenden Sektionen.

Kooperation im Tourismus.


Paula Müllmann vom regionalen Nationalpark-Tourismusverband unterstrich die enge Verbindung und wechselseitige Abhängigkeit von Berg- und Taltourismus. Denn An- und Abreise zu Hochgebirgstouren erfolgten über die Talorte, während auf der anderen Seite der Taltourismus empfindliche Einbußen hinzunehmen hätte, entfiele die Infrastruktur an Hütten und Wegen im Hochgebirge. „Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft!“, so Müllmann. Ihr Appell: „Macht Eure Hütten buchbar, und wir werden besser und erfolgreicher zusammenarbeiten.“ Uwe Penker, Vertreter des Mallnitzer Tourismusverbands, pflichtete ihr bei und ergänzte, dass teils auch die Gastwirte im Tal die Bedeutung der Hütten und Wege noch mehr erkennen müssten, und regte kooperative Angebote an.

Für den DAV Summit Club als Anbieter von Bergtouren und alpinen Kursen ist der Tauernhöhenweg sommers wie winters durchaus attraktiv, wie Christoph Schnurr, dort zuständig für Angebote im Alpenraum, deutlich machte. 

Nur könne der DAV Summit Club erst dann erfolgreich Touren anbieten und durchführen, wenn das Zielgebiet nicht nur attraktiv, sondern auch bekannt und beliebt ist. Das sei aus seiner Sicht vornehmlich die Aufgabe der Sektionen, die am Tauernhöhenweg ihre Arbeitsgebiete und Hütten haben, und auch des Interessenverbands als Zusammenschluss dieser mit den Talgemeinden und der Nationalparkverwaltung. „Ist der Tauernhöhenweg in der Bergsportgemeinde erstmal bekannt, wird der DAV Summit Club auch erfolgreich Touren im Gebiet vermarkten können“, lautete seine Formel.

Gemeinsam auf neuen Wegen.


Tenor der Tagung war, dass die Entwicklung des Tauernhöhenwegs und seiner Hütten sicherlich eine enorme Herausforderung darstellt, dass es durch die Vernetzung und Zusammenarbeit aller Beteiligten aber gelingen kann, Menschen für diese spannende Hochgebirgsroute entlang der „Skyline“ der Alpen mit ihrer einzigartigen Natur zu begeistern, die durch das Foto- und Filmmaterial von Frank Gerdl und Martin Glantschnig (Berg im Bild) eindrucksvoll eingefangen wurde. Beide erstellen zurzeit für den Interessenverband eine umfassende Dokumentation über den Tauernhöhenweg, die allen Beteiligten für die Image- und Öffentlichkeitsarbeit auch zur Verfügung stehen wird.

So stehe dem Interessenverband einerseits eine Menge Arbeit vor, wie sein Vorstand zum Abschluss der Tagung konstatierte. Auf der anderen Seite habe die Tagung aber auch einen Köcher voller Pfeile für diese Arbeit ergeben. „Nun müssen wir zusammen den richtigen Bogen bauen“, umschrieb Michael Cremer, Erster Vorsitzender, die gemeinsame Aufgabe. So wird es auch nicht bei dieser einen Tagung bleiben. Bis zum kommenden Jahr will der Verbandsvorstand die Baustellen eingerichtet haben, um sie auf der Folgetagung dann ziel- und praxisorientiert angehen und bearbeiten zu können.

Der Interessenverband Tauernhöhenweg wird gefördert vom Nationalparkfonds des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Wir danken für die Unterstützung.

Jimdo

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